Mis dos familias (Meine 2 Familien)

Auf dem Seminar erhielten wir persönliche AFS Ausweise mit den Kontaktdaten unserer Gastfamilien. Allerdings entdeckte ich kurze Zeit später, dass auf meiner Karte ein anderer Name und Adresse angegeben waren, als ich in Deutschland per E-Mail erhalten hatte. Trotz mehrmaligem Nachfragen konnte mir keiner etwas darüber sagen. „No te preocupes“ oder „Don’t worry“ (Mach dir keine Sorgen) scheint einer der beliebtesten Sätze zu sein… Und so wusste ich bis zum Abholen nicht, wer (oder ob überhaupt) da kommen würde. Es kam dann eine AFS Mitarbeiterin, also die in Paraguay freiwillig für AFS arbeitet. Sie meinte, dass ich ungefähr die ersten 2 Wochen bei ihrer Familie wohnen würde. Diese besteht aus ihren Eltern und ihrem Freund, mit dem sie in einer Wohnung über den Eltern wohnt. Sie hat zudem noch eine jüngere Schwester, die zurzeit aber selbst einen AFS Schüleraustausch in Ungarn macht. Die ersten Tag verbrachte ich zuhause in meiner Gastfamilie, was auch zum Einleben und Spanisch lernen gar nicht schlecht war. Ich half der Haushälterin (die gibt es hier fast in jedem Haushalt, egal ob reich oder eher arm) beim Kochen und lernte gleichzeitig spanisch von ihr, während sie mich nach englischen Wörtern fragte. Ich konnte leider nicht sehr viel Zeit mit der Familie verbringen, da alle sehr viel arbeiten und der Wechsel dann sehr schnell und überraschend kam: Nach ungefähr 10 Tagen kam ich von der Arbeit nachhause und meine Gastschwester meinte, dass es eine neue Gastfamilie für mich gibt und ich an diesem Abend noch umziehen werde. Daraufhin habe ich schnell geduscht und angefangen meinen Koffer zu packen als schon ein AFS Mitarbeiter vor der Tür stand und mich abzuholen. Überstürzt und auch traurig habe ich somit mein erstes Zuhause in Paraguay verlassen ohne Informationen über meine neue Familie… 

Doch schnell hat sich alles normalisiert und ich fühle mich in der neuen Familie sehr wohl. Ich wohne bei Großeltern, die beide schon in Rente sind. Im Haus gegenüber (dazwischen liegt ein gemeinsamer Hof) wohnt deren Tochter mit ihrer Familie, also ihrem Mann und 3 Kindern, 2 Mädchen die 16 und 19 Jahre alt sind und ein Junge, der 21 Jahre alt ist.  Mit ihnen verstehe ich mich sehr gut und verbringe auch viel Zeit mit ihnen am Abend, außer wenn sie Hockey Training haben. Wir schauen zusammen Fernsehen, unterhalten uns und waren auch schon im Kino, bei einem Fußballspiel von 2 paraguayischen Mannschaften und ein wenig im Zentrum,  um ein paar Sachen anzuschauen. 

Hier mit meinen Gastgeschwistern vor dem Regierungsgebäude. Wir sind nur kurz aus dem Auto gestiegen, um ein Foto zu machen, da es in der letzten Woche hier sehr kalt und regnerisch war, teilweise nur 5 Grad. Die Häuser hier sind nicht für Kälte ausgestattet und somit friert man praktisch ständig, selbst im Bett wird es nicht richtig warm. 
Jeden Sonntag trifft sich die Familie gemeinsam zum Mittagessen. Von links: Mein Gastonkel, der auch bei uns im Haus wohnt, mein Gastopa, meine Gastoma, die Gastmama  und der Gastpapa, ich und meine Gastgeschwister. Bei schönem Wetter gibt es Asado (Gegrilltes). Letzten Sonntag gab es wegen der Kälte Pollo (Hühnchen) mit Salat und Ravioli. 

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