El campamento de Mitad de Estadía (Das Mid-Stay-Camp) 

Die Hälfte meines Freiwilligendienstes ist nun schon eine Weile vorbei und so fand vom 9. bis zum 12. Februar unser mittleres Seminar, organisiert von AFS Paraguay, statt. Dazu trafen wir 13 deutschen Freiwilligen,  sowie die Camp Leiter von AFS,  uns in einem Hotel in Asunción. Es war wirklich toll, alle wieder zu sehen und sich über alle Erlebnisse des letzten halben Jahres auszutauschen. Es gab viele mal mehr mal weniger spannende Einheiten über Geschichte und Kultur Paraguays, paraguayisches Essen oder den Vergleich zwischen deutschen und paraguayischen Familien. Vieles davon hätte uns zwar am Anfang des Jahres mehr gedient, wir erfuhren aber auch einige neue Dinge. So ist einer der Gründe für den in Paraguay vorherrschenden Machismus der Triple-Allianz-Krieg (1864-1870). Dieser Krieg fand zwischen Paraguay und der Triple Allianz Argentinien, Brasilien und Uruguay statt und ist einer der blutigesten und vernichtendsten Kriege der Weltgeschichte. Die paraguayische Bevölkerung war bis auf Frauen, Greise und Kinder und ein paar tausend Männer vollständig vernichtet worden. Durch das deutliche Übergewicht an Frauen (80 zu 20%) geriet der Mann in eine besondere Stellung, was sich bis heute in der Gesellschaft bemerkbar macht. Weiterhin wurde uns erklärt, dass die vorwiegend indirekte Kommunikation der Paraguayer aus der Zeit der Diktatur Stroessners. General Alfredo Stroessner kam 1954 durch einen Putsch an die Macht und regierte trotz demokratischer Verfassung bis 1989 diktatorisch. Die jahrelange Unterdrückung freier Meinungsäußerung gilt heute noch als Grund dafür, dass viele Dinge nicht offen angesprochen werden. Die Diktatur zerstörte auch das bereits sehr gute vorhandene Bildungssystem, welches bereits im 19. Jahrhundert vom Präsidenten Carlos Antonio Lopez vorangetrieben wurde. Auch konnten wir kaum glauben, dass in Paraguay einst die erste Eisenbahn Südamerikas fuhr, heute allerdings kein einziger Zug mehr fährt. 

Außerdem  hatten wir noch ein Gespräch mit dem deutschen Botschafter Paraguays und die Gelegenheit uns gegenseitig Bilder von Projekt und Familie zu zeigen, um einen Einblick in das teilweise sehr unterschiedliche paraguayische Leben der anderen Freiwilligen zu bekommen. Samstags haben wir noch einen Ausflug in die Stadt Luque, Areguá und San Bernadino gemacht. 

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