El carnaval de Encarnación (Der Karneval von Encarnación) 

Vergangenes Wochenende bin ich mit anderen deutschen Freiwilligen nach Encarnacion gefahren. Da der 1. März hier ein Feiertag ist  (Día de los heroes = Tag der Helden) und Feiertage die unter der Woche liegen in Paraguay auf montags oder freitags verschoben werden, hatten wir 3 Tage Zeit. Das könnte man in Deutschland doch such mal einführen! Die Stadt hat 118 300 Einwohner, liegt 360 km südöstlich von Asunción am Río Paraná, an der Grenze zu Argentinien. Encarnacion gilt auch als die Sommer Stadt Paraguays, da es hier eine sehr schöne Uferpromenade und einen Strand gibt und man im Gegensatz zu Asunción, wo das Wasser zu dreckig ist, im Fluss baden kann. So verbrachten auch wir einige Zeit am Strand, wobei es bei 43 Grad schon sehr heiß war. Vom Strand aus hat man auch einen schönen Blick auf die Skyline von Posadas (Stadt in Argentinien, die direkt gegenüber liegt). 

Skyline von Posadas 

Am Samstag Abend besuchten wir den Karneval. Der Karneval von Encarnación ist der größte in Paraguay, nicht ganz so groß wie in Río de Janeiro aber doch sehr beeindruckend. Beeindruckend war auch die Zeit, die er dauerte: Von 21:00 Uhr bis 3 Uhr nachts zogen zahlreiche Tänzer und Tänzerinnen in wunderschönen Kostümen, sowie geschmückte Wägen und Trommler an uns vorbei. Eine Besonderheit ist noch, das Spraydosen mit Schaum drin verkauft werden und es zu regelrechten Schlachten im Publikum kommt. Aus diesem Grund werden auch Schutzbrillen getragen… 

Am nächsten Tag machten wir uns auf zu den Jesuiten Ruinen. Ca. 30 km von Encarnación liegen die Ruinen von Trinidad, die wir zuerst besuchten. Diese Reduktion wurde 1706 vom Jesuitenpater Juan de Arraya zusammen mit einer Gruppe von Eingeborenen des Dorfes gegründet. Die Hauptarbeit der Gemeinschaft war die Landwirtschaft sowie der Ausbau der Reduktion. Die Anlage wurde zum Weltkulturerbe erklärt. 1760 war der Ausbau der „kleinen Stadt“ beendet, die im Laufe der Jahre wieder zerfiel, weil die Jesuiten deportiert worden waren. 

Von Trinidad aus machten wir uns noch auf den Weg zu den etwas weiter entfernten Ruinen von Jesús de Tavarangue. Diese Reduktion wurde 1685 gegründet, aber nie fertiggestellt. Was mich besonders beeindruckt hat war die Landschaft rund um die Ruinen und auch auf der Strecke zwischen Asunción und Encarnación. Das Interior von Paraguay ist unglaublich grün mit einer Vielzahl von Pflanzen und wunderschönen weiten Landschaften. Kilometetweites Nichts, ab und an eine kleine Ortschaft oder Farm. Endlose Weite. 

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