Cuando el otoño empieza… (Wenn der Herbst beginnt) 

So schnell vergeht die Zeit. Vor einer Woche war Herbstanfang in Paraguay, letzten Sonntag wurde die Uhr umgestellt, sodass die Zeitverschiebung zu Deutschland nun wieder 6 Stunden ist und es zu meinem großen Leid wieder sehr früh (ungefähr um 18:00 Uhr) dunkel wird. Meine Arbeit macht mir noch immer sehr viel Spaß. Seit Februar helfe ich ja in der Vorschulgruppe, was mir fast noch mehr Spaß macht als mit den ganz kleinen Kindern zu arbeiten. Hier machen wir auch schon etwas Unterricht, sprechen beispielsweise über die Wochentage und Monate, über Körperteile und über auch schon mit den Kindern ihren Namen zu schreiben, in dem sie versuchen sollen die Buchstaben zu kopieren, was ich in diesem Alter nicht ganz so sinnvoll finde. Meine Lieblingszeit ist die auf dem Spielplatz. Hier tobe ich mit den Kindern, schubse sie auf der Schaukel an (was auch oft für Streit sorgt) und versuche sie davon abzuhalten, sich mit Sand zu bewerfen. Auch diese Gruppe macht nach dem Mittagessen noch Mittagsschlaf, was auch meistens ganz gut funktioniert. Obwohl ich die Kinder erst seit 5 Wochen kenne, sind sie mir schon wieder unglaublich ans Herz gewachsen! 

Was gibt es sonst noch Neues? Seit Anfang März mache ich jeden Montag Abend einen 2 stündigen Guaraní Kurs. Guaraní ist eine indigene Sprache und offizielle Amtssprache Paraguays. Mir war es wichtig, vor Ende meines Freiwilligendienstes wenigstens Grundkenntnisse in dieser Sprache zu erwerben, da in meiner neuen Gruppe mehrere Kinder fast nur Guaraní und kein spanisch sprechen und die Sprache einen Großteil der Kultur ausmacht. Sie wird auch häufig mit dem spanischen gemischt, sodass ich nun endlich verstehe, was für ein spanisch ich eigentlich spreche.Interessante Fakten über das Guaraní:

  • Es ist die einzige indigene Sprache, die zur Mehrheit von einer nicht indigenen Bevölkerung gesprochen wird 
  • Sie ist onomatopoetisch und viele Wörter entstanden durch das Nachahmen von Naturgeräuschen
  • Nach Latein und Griechisch ist sie die häufigst verwendete Sprache zur wissenschaftlichen Nomenklatur (beispielsweise der Benennung von Pflanzen) 

Die Sprache ist nicht einfach, macht mir aber sehr viel Spaß. So kann ich mich unter anderem nun schon auf Guaraní vorstellen: Mba’eichapa. Che réra Meike. Che Alemania gua ha Asunción pe. Amba’apo guardería pe. (Hallo. Ich heiße Meike. Ich bin aus Deutschland und wohne in Asunción. Ich arbeite in einem Kindergarten.) 

An den Wochenenden bin ich einen Sonntag mit 2 anderen Freiwilligen nach Paraguari gefahren, eine kleine Stadt etwa 60km von Asunción entfernt (ungefähr 2,5 Stunden mit dem Colectivo) und wir haben einen „Berg“ bestiegen und die schöne Aussicht genossen. 

Letztes Wochenende bin ich von Freitag bis Sonntag nach Santa Rosa gefahren, 5-7 Stunden von Asunción entfernt, um meine Freundin zu besuchen, die dort seit einem guten Monat wohnt, da sie Gastfamilie und Arbeit gewechselt hat. Santa Rosa ist sehr klein und ländlich und wunderschön grün. Ich habe ihre Gastfamilie kennengelernt und Samstag Vormittag haben wir ihre Arbeit besucht. Nachmittags waren wir in San Ignacio, das 20 Minuten entfernt ist. 

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