Cuando el invierno empieza… Y todo termina (Wenn der Winter beginnt… Und alles endet) 

Am 30. Juni war mein letzter Arbeitstag, unglaublich wie schnell die Zeit vergangen ist! Wir haben gemeinsam Mittag gegessen und ich habe für die Kinder einen Kuchen gebacken und kleine „Überraschungstüten“ vorbereitet. Der Abschied war sehr schmerzhaft und tränenreich, mir sind doch alle Kollegen und die Kinder sehr ans Herz gewachsen in den letzten Monaten. Meine Kollegin alleine mit den Kindern zurück zulassen fällt mir schwer, es ist einfach unglaublich anstrengend alleine mit so vielen Kindern zu sein. 

Der offizielle Rückflug ist am 5. Juli, wir hatten aber die Möglichkeit noch einen Monat  zu verlängern und so werde ich erst am 30. Juli nach Deutschland zurück fliegen. Heute abend werde ich mit 2 anderen Freiwilligen nach Santa Cruz fahren und von dort aus gute 3 Wochen durch Bolivien und Peru reisen. 
Nun aber noch ein Rückblick auf meinen letzten Monat in Paraguay, in dem ich noch viele spannende Dinge erleben durfte:

Am ersten Juni Wochenende fand das End-of-Stay Camp, das letzte Seminar von AFS statt. Dafür sind wir noch Ciudad del este gefahren. Dieses Mal waren auch Freiwillige aus anderen Ländern dabei, wie den USA, Belgien, Frankreich und der Schweiz. Wir haben unsere Zeit in Paraguay gemeinsam reflektiert und uns darüber Gedanken gemacht, wie es sein wird, wieder in unser Heimatland zurückzukehren. Samstag Abend sind wir zum Itaipu Wasserkraftwerk gefahren um uns die nächtliche Lichter Show anzusehen. 

Das Wochenende darauf war ein verlängertes Wochenende, da der 12. Juni hier Feiertag ist (Paz del Chaco, Frieden des Chaco Krieges). Ich habe die Zeit genutzt um mit einer Freundin in die Colonia Independencia (eine deutsche Kolonie) zu fahren, die in der Mitte Paraguays, ungefähr 4 Stunden von Asunción entfernt liegt. Dort haben wir bei einem deutschen Ehepaar übernachtet, die schon seit mehr als 20 Jahren in Paraguay sind und die ich über mehrere Ecken kennengelernt hatte. Sie haben ein riesiges Grundstück mit vielen verschiedenen Obstbäumen (Orangen, Mandarinen, Kaki, Papaya, Bananen…) und wir haben den Samstag nachmittag damit verbracht, Mandarinen zu ernten (was gar nicht so einfach ist) und uns in der Stadt umzuschauen. Am Sonntag sind wir dann etwas in das Yvyturuzu Gebirge hinein gefahren, eine sehr ländliche Gegend, um einige paraguayische Bekannte des Ehepaars zu besuchen. So haben wir sehr interessante Gespräche geführt und eine ganz andere Seite des paraguayischen Lebens kennengelernt. Ein Großteil der Land Bevölkerung ist sehr arm und lebt meist von dem, was sie selbst anbauen. Ein Bauer hat uns gezeigt, wie Mandioka angebaut und geerntet wird. Um beispielsweise sein Haus zu erreichen sind wir ungefähr eine halbe Stunde über sehr schlecht Straßen durch die Natur gefahren. Am Montag ging es dann zurück nach Asunción, wo uns wieder der Lärm der Stadt begrüßte. 

Beim Mandarinen ernten

Die Ernte von Mandioka 

Am 18. Juni war Vatertag und wir waren mit der Familie mitta1g essen in Altos, eine kleine Stadt etwa eine Stunde von Asunción. 

Am darauffolgenden Freitag bin ich nach der Arbeit nach Luque gefahren, um noch einmal meine aller erste Gastfamilie zu treffen, bei denen ich die ersten 2 Wochen gewohnt hatte. Es war ein sehr schönes wieder sehen, bei dem wir uns nun auch richtig fließend unterhalten konnten. Am Abend waren wir bei Nachbarn auf einem kleinen Fest zum „San Juan“ das wird hier gefeiert mit typischem Essen und Tänzen. „San Juan“ ist am 24. zur Sommersonnenwende. Es wurde Karaoke gesungen (das ist hier sehr beliebt), gegessen und getanzt. 

Am Sonntag den 25. Juni bin ich ganz früh nach Yaguaron aufgebrochen, um noch das dortige Landhaus meiner alten Gasteltern anzuschauen. Es war ein besonderer Tag, der Tag des San Buenaventura (Schutzpatron von Yaguaron) der jedes Jahr in einem anderen Haus zelebriert wird, dieses Jahr im Haus meiner Gasteltern. Es war alles bunt dekoriert und die Statue des Heiligen wurde mit dem Auto aus der Kirche transportiert und im Garten aufgestellt. Es gab eine kleine Messe, es waren fast 200 Leute gekommen und danach haben meine Gasteltern Essen verteilt, das sie vorher zubereitet hatten. 

Das nächste Mal melde ich mich dann aus Deutschland! 

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