Mi trabajo (Meine Arbeit)

Nach den Hintergrundinformationen zu meinem Projekt, möchte ich nun von meinen genauen Aufgaben berichten: Mein Tag beginnt um 6 Uhr morgens, mit Aufstehen und Frühstücken. Dann mache ich mich auf den Weg zum Bus, der nicht weit an einer sehr großen Hauptstraße fährt. Das Busfahren ist hier wirklich ein kleines Abenteuer und am Anfang sehr gewöhnungsbedürftig! Dazu werde ich aber einen eigenen Beitrag erstellen… Mit dem Bus geht es dann direkt in das Barrio Tablada nueva, ca. 45 Minuten. Nach einem kurzen Fußweg erreiche ich dann zwischen halb 8 und 8 mein Projekt. Um 8 Uhr, oder auch schon früher, kommen dann die ersten Kinder. Eigentlich sind über 30 Kinder für diese Gruppe angemeldet, es kommen aber nur zwischen 20 und 25 jeden Tag. In der ersten Zeit spielen sie für sich, mehr oder weniger friedlich, bis es dann gegen halb 9 „desajuno“ (Frühstück) gibt. Dieses besteht aus einer Tasse Milch oder Cocido (besteht aus Kräutern und Zucker und wird hier meist mit Milch gemischt) sowie einer Scheibe Weißbrot. Dunkles Brot sieht man hier eigentlich nie. Nach dem Frühstück wurde bis jetzt meistens in der Gruppe gebastelt oder ein Bild ausgemalt, letzte Woche kamen beispielsweise die Transportmittel dran, wie Auto, Flugzeug oder Schiff. Haben die Kinder ihre Aufgabe beendet, dürfen sie nach draußen, um im Park zu spielen. Dort gibt es auch Schaukeln und Rutschen für die Kinder, was diese Zeit zur beliebtesten macht. Meistens gehe ich mit ihnen hinaus, spiele mit ihnen oder schlichte einen Streit (wenn ich denn selber verstehe, um was es geht) oder binde Schuhe neu… Anschließend geht es ans Händewaschen und zurück ins Klassenzimmer, für das „almuerzo“ (Mittagessen). Dieses enthält meist sowohl Gemüse als auch Fleisch, um für eine vollwertige Ernährung der Kinder zu sorgen. Ich selbst bekomme mein Mittagessen meist schon gegen 10 Uhr, um später bei der Essensausgabe an die Kinder zu helfen. Als Nachtisch gibt es oft Obst, aber auch mal Kekse, wobei wir diesen oft nur an die Kinder verteilen, die sich gut benommen haben, da viele oft nicht auf das Hören, was man ihnen sagt… Nach dem Nachtisch geht es dann in einen extra Raum, „el dormitorio“, in dem die Kinder dann einen 2 bis 2,5 stündigen Mittagsschlaf machen. Es dauert jedoch meist eine Weile, bis alle Kinder ruhig sind und endlich schlafen. Dann kann ich entweder selber ein wenig schlafen oder nach draußen gehen. Nach dem Mittagsschlaf werden dann vor dem Klassenzimmer die Schuhe wieder angezogen und es gibt die letzte Mahlzeit, die „merienda“. Dazu gibt es erneut eine Tasse Milch und Brot. Die Merienda ist typisch in Paraguay und erfolgt meist zwischen 17:00 Uhr und 19:00 Uhr, da es das eigentliche Abendessen erst um ungefähr 21:00 Uhr gibt. Gegen halb vier werden die Kinder dann abgeholt und ich mache mich auch auf den Nachhauseweg.

Meine Arbeit besteht somit daraus, mit den Kindern zu basteln und zu spielen, etwas aufzuputzen oder aufzuräumen und bei der Essensausgabe und beim Essen zu helfen. Die Arbeit macht mir sehr viel Spaß, ist aber auch anstrengend. Die anderen Erzieherinnen sind alle sehr nett und ich fühle mich gut aufgenommen.

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Dieses Plakat haben sie für mich aufgehängt: „Wir heißen Meike in unserer kleinen und wunderbaren Familie willkommen“

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