Desde el París del sur hasta el fin del mundo (Vom Paris des Südens bis ans Ende der Welt) 

Das Jahr 2017 und somit auch meine Ferien sind schon wieder ein ganzes Stück voran geschritten. Ich habe die Zeit genutzt und war 2 Wochen mit  meiner Freundin auf Reisen. Mit dem Bus ging es von Asunción nach Buenos Aires. 17 Stunden hieß es, am Ende waren wir fast 24 Stunden unterwegs, da unser Bus an der Grenze 4 Stunden stehen blieb um auf einen Ersatzbus zu warten… Und dann standen wir noch einmal 2 Stunden im normalen Grenzverkehr. In Buenos Aires waren wir erstmal 4 Tage und haben die Stadt gründlich erkundet. Über das bunte Stadtviertel „La Boca“, den alten Friedhof „La recoleta“, das moderne Hafenviertel „puerto madero“ bis hin zum wunderschönen Theater Colón haben wir fast jeden Stein umgedreht. Und es stimmt wirklich was die Leute sagen. Buenos Aires ist ein bisschen wie Paris, mit seiner Metro und den Prachtbauten. Buenos Aires ist modern, man fühlt sich beinahe wie in Europa.

Vor dem Casa rosada (Regierungspalast) 

Puerto Madero 

La boca 

Teatro Colón

La recoleta 

Es war sehr interessant zu sehen wie die Hauptstadt eines Nachbarlandes von Paraguay aussieht, die fast 1500 km weiter südlich liegt. Natürlich ist Buenos Aires viel moderner als Asunción, was man schon an den Bussen bemerkt, und auch um ein vielfaches größer. Aber auch die Menschen sind anders. Hier in Asunción fällt man sehr auf, blond, groß und blauäugig. Wenn du an einer Straße entlang läufts drehen sich die Leute aus den Autos nach dir mehrmals um, Hupen dich an. Das verstärkt sich noch etwas wenn man eine kurze Hose trägt. Es war schön  mal wieder 2 Wochen in der Menge zu verschwinden und einfach eine von vielen zu sein. Und als ich nach Asunción zurückkam fühlte ich mich auch gleich wie zuhause. Denn ich liebe Asunción und seinen Scham der Ursprünglichkeit und Einfachheit, ohne Massentourismus (man sieht im Prinzip keine Touristen…). Es ist eine unglaublich grüne Stadt und nach nun fast 6 Monaten (die Hälfte meines Freiwilligendienstes ist übrigens schon vorbei!!) hat man sich auch an vieles gewöhnt. Vieles was mir am Anfang noch extrem auffiel ist jetzt Normalität. Mütter  mit Babys auf den Schultern, die zwischen den Autos umherziehen und betteln. Kinder, die in den Bussen Waren verkaufen. Und Busse, die mal wieder einfach am Straßenrand stehen bleiben, weil sie nicht mehr funktionieren und die Leute ganz in Ruhe aussteigen, um auf den nächsten zu warten. 
Nach 4 Tagen Buenos Aires sind wir dann mit der Fähre nach Uruguay gefahren. Wir kamen in Colonia del Sacramento an und sind dann mit dem Bus weiter gefahren. Unser Ziel: Cabo Polonio, ein Naturreservat am Meer, ohne Strom und fließend Wasser. Die Hinfahrt war schon ein kleines Abenteuer. Nachts um 2 kamen wir in Montevideo an und nahmen eine Stunde später einen Bus nach Cabo, der 4 Stunden später am Eingang des Naturreservats hielt.  Da in das Reservat keine Autos hineinfahren dürfen, geht es von hier weiter mit einem alten DDR Truck.  Man kommt sich vor, als fahre man ans Ende der Welt. Am Strand entlang fährt der Truck bis in den kleinen Ort. Und Cabo ist wirklich winzig! Es besteht aus vielen kleinen bunten Hütten, von praktisch allen Punkten aus sind es nur höchstens 5 Minuten zum Strand, der wirklich wunderschön ist. Tagsüber füllt sich das Nest mit  Touristen, die gegen Abend wieder gehen. Nun ja, eine Übernachtung dort ist auch sündhaft teuer, selbst in den kleinen Hostels in einem Mehrbettzimmer. Deshalb sind wir auch statt der geplanten 4 Nächte nur 2 Nächte geblieben. Aber es hat sich gelohnt. Cabo ist ein Ort voller Magie, mit richtig spannenden Menschen. Wenn es dunkel wird brennen überall Kerzen sodass man den Sternenhimmel viel besser sieht. Es gibt unzählig viele Seelöwen, einen kleinen Leuchtturm, auf den wir gestiegen sind und riesige Wellen und Dünen. Die Zeit schlägt dort in einem ganz anderen Rhythmus. Nachts sitzt man am Lagerfeuer  zusammen, denn in Uruguay wird es richtig kalt nachts. 

Die übrigen 2 Nächte verbrachten wir auf der Rückfahrt in Montevideo, wo wir noch eine Stadtführung machen konnten. Vor der Rückfahrt mit der Fähre haben wir uns noch die Altstadt von Colonia angesehen.Wir hatten das Glück und konnten von der Fähre aus einen wunderschönen Sonnenuntergang über Buenos Aires erleben.

Nach 3 weiteren Tagen in Buenos Aires, in denen wir einen Markt und die Costanera besucht haben, sowie einen Tagesausflug ins Tigre Delta (ein Flussdelta eine Stunde nördlich von Buenos Aires) gemacht haben, ging es dann zurück nach Asunción, und unser Bus brauchte dieses Mal tatsächlich nur etwas mehr als 17 Stunden! Zurück in Asunción empfing uns die unsägliche paraguayische Hitze (die Temperaturen steigen jetzt teilweise auf über 40 Grad). Eine Sache, die ich in Buenos Aires eindeutig nicht vermisst habe! Nun bleibt mir noch eine Woche Ferien und am 30. Januar öffnet meine Kindertagesstätte wieder. 

Ich wollte eigentlich noch ein paar Bilder zu Montevideo und den letzten 3 Tagen Buenos Aires hinzufügen, leider ist das Internet gerade so schlecht, dass es keine Bilder mehr lädt… 

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